
34 Jahre Rennsportwart - Da muss ein kleiner Rückblick her. Nun fangen wir mit seinen Erfolgen an, bevor wir uns seinen wichtigen weiteren Eigenschaften zuwenden. Böckchen gehört zu den erfolgreichsten Sportwarten in Hannover, wenn nicht sogar in Niedersachsen, da wir in seiner Zeit Olympiasieger, Weltmeister und unzählige Medaillen auf Deutschen Meisterschaften feiern konnten. Seinem unermüdlichen (nicht immer ganz leisen) Einsatz für unsere Sportler verdanken wir viele Zuschüsse, da er regelmäßig bei den Verantwortlichen beim LSB, Stadtsportbund, Sport- und Bäderamt, beim Verein zur Förderung des Spitzensports (natürlich auch bei unseren Mitgliedern insbesondere den Radfahrern) vorsprach und diese motivierte, etwas für uns bzw. unsere Sportler zu tun.
Aber was verbindet uns noch mit Böckchen - nun, ich will einmal in meine nun 20 jährige KCL-Vergangenheit zurückblicken:
Kühlboxen - Böckchen hasste Kühlboxen, da sie trotz alter Silikon- und Blechkonstruktionen einfach nicht vernünftig in seinen Citroen passen wollten. Dafür gab es dann, als Entschädigung für Beschimpfungen dieser, Schlager in seinem Auto zumindest für die Mitfahren zu genießen,
Als der Steg noch nicht so schön mit Holz beplankt war, kam Böckchen regelmäßig mit neuen Klebstoff- und Schaumstoffverbindungen und der Versicherung - "Das hält" - Recht hatte er, zumindest für die kurze Zeit, bis wir wieder vom Wasser kamen. Der Steg mochte ihn einfach nicht. Denn bei den anderen Konstruktionen, und von denen hat es aus Blech, Aluklebeband, Schrauben, Holz und nicht zu vergessen Silikon viele gegeben, hatte er mehr Glück bzw. konnte er sein Können beweisen. Denn mit diesen Materialien ist er ein Virtuose.
Auch wenn mancher Statiker oder Ingenieur, halt Theoretiker, graue Haare bekam bzw. bekäme...
Kommen wir zu den Regatten: Die Zeit (als wir "groß" wurden) unter Wolfgang, Jan und Jacek war eine schöne und lustige Zeit: Böckchen hatte immer den besten Platz auf dem Sattelplatz, manchmal zum Leidwesen des jeweiligen Platzwartes - aber schließlich kannte und kennt jeder Böckchen. Nur selten gewann der andere - dann mussten wir unsere Zelte abbauen und zogen an den zweitbesten Platz um - manchmal auch mehrmals. Nach den Jahren hatten wir dann Stammplätze, an denen kein Platzwart zu rütteln wagte. Auch mit den Jurymitgliedern war er per DU, denn eigentlich verging keine Regatta, bei der der Obmann vom K.C.Linmer nicht mindestens 3-5 mal zur Jury gebeten wurde, was mit Engelsgeduld und vielen Worten ertragen wurde. Da wurde dann aber auch schon mal kurzzeitig das Zielfoto ausgeliehen, denn den Einlauf hatten wir einfach anderes gesehen. Hinzu kommt die unnachahmliche Art Witze zu erzählen, sich über unsere Erfolge zu freuen, aber uns auch in allen Lebenslagen zu ermahnen. Das war natürlich nur ein kleiner Auszug....
Wir zumindest haben als Jugendliche eine schöne Zeit verlebt, die wir "trotz" des vielen Trainings nicht bereuen. Im Gegenteil, man kann nur hoffen, dass es uns gelingt, das wir einen Teil der Unterstützung aber auch Ermahnungen zurückgeben können, indem wir es an die nächste Generation weitergeben.
Allerdings eins ist gewiss - eine Regatta, insbesondere eine Deutsche Meisterschaft, ohne Böckchen wird nicht mehr die gleiche Regatta sein. Daher können wir nur hoffen, dass Du Böckchen weiter mitkommst. (Auch wenn wir Dich irgendwann in 20- 30 Jahren schieben müssen)
Fazit: Böckchen ist eben Böckchen