4:00
morgens, ich schalte den Fernseher aus. Schnell noch mal Duschen (es
wird wohl
für einige Tage die letzte Dusche sein). Dann die letzten
Vorkehrungen:
Brötchen schmieren, Zahnbürste einpacken, Packliste
noch mal durchgehen,
Frederike aus dem Bett schmeißen, losfahren. Wie immer kann
man die Uhr nach
uns stellen: 15 Minuten nach der verabredeten Zeit holen wir Karolin
und Lars
zu Hause ab. Die Vahrenwalder Strasse wirft uns am Sonntagmorgen um
Halb sechs
keinerlei Hindernisse in den Weg, als wir uns auf den Weg nach Norden
machen.
Auch die Autobahnen sind angenehm leer und die Fahrt verläuft
ohne
Zwischenfälle. Boote fest, Motor läuft, keine
Staumeldungen, alles gut. Gegen
6:20 wird Frederike unterwegs in die Obhut der Großeltern
übergeben. Ein kurzer
Abschied und schon müssen wir weiter, denn die Fähre
wartet nicht. Und bis
Frederikshavn sind es noch 500 Kilometer. Zum Glück
verläuft die Fahrt
weiterhin nahezu reibungslos. Auch ein kurzes Missverständnis
des Fahrers zum
Thema Tankanzeige konnte Dank einer nahe gelegenen Tankstelle ohne
weitere
Folgen geklärt werden, so dass wir mehr als rechtzeitig die
Fähre nach Göteborg
erreichen. Nach kurzer Wartezeit verschwinden wir mit zahllosen
LKW´s im Bauch
des Schiffs, das pünktlich ablegt.

Unsere
erste Aufgabe an Bord besteht darin herauszufinden, wo wir das
Achtelfinalspiel
gegen England sehen können. Tatsächlich gibt es eine
Leinwand mit Beamer, auf
der wir wenigstens die 1. Halbzeit verfolgen. Die 2. Hälfte
hören wir bereits
im schwedischen Radio. Bester Stimmung dank des 4:1-Erfolgs unserer
Nationalmannschaft erreichen wir um 19:30 unseren Campingplatz. Das
gute
Wetter, bei dem wir frühmorgens in Hannover gestartet sind,
hat sich bis
hierher nicht verändert, und die Prognosen für die
nächsten Tage sind ebenfalls
gut. Viele Gründe also, um beim ersten Zeltaufbau mit der
Erholung zu beginnen.
