Nach
einer (fast) ruhigen Nacht können wir uns
heute Morgen richtig Zeit lassen, da unserer Fähre Richtung
Heimat erst um
Mitternacht den Hafen in Göteborg verlassen wird. Ausschlafen,
reichhaltig
frühstücken (quasi die restlichen Vorräte
vernichten), langsam zusammenpacken
und gegen Mittag lospaddeln, Richtung Bengtsfors. Guter Plan! Doch kurz
bevor
wir aufs Wasser gehen, können wir ein weiteres
Naturphänomen“ beobachten (fast so toll
wie der Motorbootfahrer am Abend
davor): Ein netter Treckerfahrer kommt durch den Wald von hinten an
unsere
Schutzhütte angeschlichen, und lädt direkt hinter uns
einen Hänger voll
Brennholz ab (ratter, peng, krach!).

Da denkst du, du bist im Wald,
fernab von jeglicher zivilisatorischen
Gewalt, und dann das! Ein paar Bäume müssen zwar
aufgrund der Rangierkünste des
Fahrers ihr Leben lassen, aber irgendwoher muss das Brennholz ja kommen.
Nun, auf in die Boote, die letzte Etappe auf dieser Tour will auch noch
gefahren
werden.
Irgendwie können wir es gar nicht so recht fassen, dass dieser
Urlaub bald zu
Ende sein sollte.
Auch der nette Fels, der Karolins und Lars Boot zwischendurch
festhalten
will (die
beiden haben Glück gehabt, dass ihr Boot einen flachen Boden
hat und sie genau
mittig aufgesetzt sind, ansonsten: Wasser lässt
grüßen!), kann nichts an der
Tatsache ändern, dass bald Schluss ist.
Gegen halb 5 kommen wir am Campingplatz von Bengtsfors, unserem Ausgangspunkt, an. Schnell die Boote ausgeladen, noch einmal geduscht, auf nach Hause. Da wir uns unser Urlaubsfeeling noch nicht ganz kaputt machen wollen, beschließen wir, noch einen Abstecher zum Aquädukt in Haverud zu machen. Der Weg dahin ist die reinste Achterbahnfahrt, und das meine ich todernst! So eine Straße habe ich noch nie erlebt, ein Meisterwerk schwedischer Straßenbaukunst. Serpentinen in Norwegen sind dagegen gar nichts. Martin sagt bloß mit leuchtenden Augen, dass dies das Paradies auf Erden für jeden Motorradfahrer mit Anspruch sei! Ich bin nur froh, dass ich nicht kotzen muss.
In
Haverud angekommen, nehmen wir uns die Zeit, um ein weiteres
Meisterwerk
schwedischer Wasserbaukunst ausgiebig zu bewundern

Danach geht es zum Glück weniger rasant weiter Richtung Göteborg. Nachdem wir uns ein letztes Mal mit Proviant für die weitere Rückreise eindecken, kehren wir in ein uns wohlbekanntes Etablissement ein (leider in kein typisch schwedisches; die sehen nun mal überall gleich aus, „ich liebe es“ - Martin mehr als die anderen), um einen kleinen Abendsnack zu uns zu nehmen. Gegen 22.30 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Fähranleger. Unsere Fähre ist pünktlich da. Wir versuchen, um wenigstens etwas Schlaf zu bekommen, uns einigermaßen gemütliche Plätze zu sichern. Platz gibt es auch, nur haben wir leider die „Fernsehlounge“ erwischt. So werden unsere Schlafversuche mit dem netten schwedischen Fernsehprogramm umrahmt, natürlich angemessen laut, damit auch unsere schwerhörigen Mitreisenden etwas davon haben!
Die
weitere Rückfahrt durch Dänemark Richtung Hannover
verläuft ohne größere
Zwischenfälle,
und somit beenden wir unseren Urlaub gegen Mittag auf der Terrasse des
Kanu –
Clubs mit einem Snack und einem kalten Getränk.
Auf jeden Fall sind wir uns alle einig: Dieser Urlaub war super
erholsam und
harmonisch,
ein weiteres Mal Schweden folgt bestimmt!!!

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