Unser Saisonhöhepunkt im Kanurennsport fand dieses Jahr sehr früh statt. Schon Anfang Juli wurden in Brandenburg auf dem Beetzsee die Deutschen Meisterschaften im Kanurennsport ausgetragen.
So machten wir (Paul, Timo, Gunda und Andreas) uns mit unserem Bus am Sonntag, 05.07., auf den Weg. Unsere größte Sorge war, dass wir keinen vernünftigen Zeltplatz mehr auf dem Regattagelände bekommen würden und wir uns die Füße wund laufen würden. Die Sorge war zum Glück unberechtigt und wir konnten einen Platz in "Steinwurfweite" vom Regattagebäude belegen.
Schon vor dem Zeltaufbau gab es das große Wiedersehen mit "unseren" Münchenern, Peter und Richard, auf das sich alle gefreut haben und das ein erstes Einpaddeln schnell vergessen ließ. Aber es war ja auch noch genug Zeit zum Paddeln.
Mittwoch folgten uns dann Ronny und Andreas mit seiner Frau Britta und Hund Charly.
Am Dienstag ging es dann endlich los. Es standen für uns die Vorläufe der Schüler an. Befürchtungen, dass der Dienstag für Timo bereits auch der letzte Tag der Regatta sein könnte zerstreuten sich schnell. Ungeahnt gute Platzierungen bedeuteten das Erreichen der Zwischenläufe im K1, K2 und K4 über 500m.
Der Mittwoch brachte dann auch den Regattaauftakt für die Jugend in der Paul für uns am Start ist. Wie im unglaublich starken Feld der Jugend zu erwarten, war gegen den älteren Jahrgang kein Kraut gewachsen. So war für Paul, trotz einer sehr guten Zeit, im K1 kein weiterkommen möglich. Im K2 musste er auf Druck des LKV mit Moritz Meng aus Münden an den Start. Obwohl Paul schon mehrfach vor dem Rennen betont hatte, dass das Boot mit Moritz einfach nicht läuft wurde ein Start mit Benni Henning aus Bremen kategorisch vom LKV abgelehnt. Im Niedersachsenvierer mit Paul an Bord konnte er dann aber doch noch ein Zeichen an diesem Tag setzen. Immerhin sitzen in diesem Boot mit Moritz Meng und Marvin Stryga aus Münden noch zwei Sportler des unteren Jahrgangs der Jugend und nur mit Fabian Rocker aus Harle einer des älteren.
Am Mittwoch folgten dann auch die Zwischenläufe der Schüler wo für Timo im K2 und im K4 Schluss war. Im K1 konnte er den Einzug in den B-Endlauf feiern in dem er dann am Freitag, mit persönlicher Bestzeit, einen tollen 3. Platz verbuchen konnte.
Donnerstag stiegen dann endlich auch die LK in den Wettkampf ein. Bedenken das durch die bereits im Frühjahr in Duisburg ausgefahrenen Meisterschaften im K1 über 500m und 1000m die Topfahrer sich mit Starts vornehm zurückhalten würden wurden bei der Obleutebesprechung schnell zerstreut. Die komplette Nationalmannschaft trat in allen Mannschaftsbooten an. Das bedeutete natürlich auch eine richtig starke Konkurrenz in allen Bootsklassen.
Ronny und Andreas (Andosch) gingen im K2 über 500m und 1000m an den Start. Über 500m konnten die beiden zu unser aller Freude den Zwischenlauf erreichen wo es dann, erwartungsgemäß, nicht für den Endlauf reichen konnte. Über 1000m war leider schon nach dem Vorlauf Schluss.
Andreas war dann noch im K1 über 200m und mit Paul Pradler aus Harle im K2 über die gleiche Strecke im Einsatz.
Im K1 konnte er sich nicht durchsetzen, was sicherlich auch dem Zustand seines Bootes bei dem sich der Lack ablöst zuzuschreiben ist. Gut das die Neulackierung des Bootes bereits in Arbeit ist. Im K2 lief es dann besser. Der 5. Platz im Zwischenlauf reichte aber nicht für eine Endlaufteilnahme aus.
| Wie immer sind das Finale der Deutschen Meisterschaften die Langstreckenrennen am Sonntag. Morgens müssen immer die Schüler als erstes ran. Timo ging mit Marcel Paufler aus Bremen im K2 an den Start. Mit einem ordentlichen Start konnten die zwei sich gleich in einer Spitzengruppe von 5 Booten festsetzen. An der Wende dann die Entscheidung, als sich zwei Boote in die Quere kamen und zurück fielen. Die drei restlichen Boote, unter denen auch Timo und Marcel waren, konnten sich absetzen und den Vorsprung dann entscheidend ausbauen. Im Ziel waren die ersten Drei dann innerhalb von 2 Sekunden zusammen und Timo und Marcel freuten sich riesig über den Gewinn der Bronzemedaille. |
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Paul musste im K4 über 6000m ran. Ziel war es Punkte für die Verteilung der Fördermittel für den LKV und damit mindestens Platz 9 einzufahren. Dieses Ziel wurde erreicht und mit Platz 7 auch noch übertroffen. Stark im sehr gut besetzten Feld mit 11 Booten.
Ronny trat mit Lars Walter (Vorwärts Hamburg) im K2 über die 6000m an. Am Start noch ein wenig Meter verlierend konnten die beiden die kleine Lücke sofort wieder schließen und in einer Dreiergruppe um die Bronzemedaille kämpfen. Leider reichte es im Endspurt mit Platz 4 nicht ganz zur Medaille
Lange Gesichter oder gar Enttäuschung wollte aber bei beiden nicht aufkommen denn beide, und auch wir, waren der Meinung, dass es ein ganz starkes Rennen war. Insgesamt ein toller Abschluss der Regatta.
Andreas, Juli 2009